DAS INTERVIEW: 3 Fragen an Janine Dudenhöffer

DAS INTERVIEW: 3 Fragen an Janine Dudenhöffer

Janine Dudenhöffer ist Stylistin, Buchautorin, Moderedakteurin, Mutter. Sie war lange Zeit Mitglied von Mummy Mag – das Lifestyle Online-Magazin für Familien. Ihre wichtigste Aufgabe: Nachhaltigkeit in Kleiderschrank und Leben bringen. “Mein Umdenken kam mit meinen Kindern und der Frage, welche Welt ich ihnen hinterlassen möchte?” Ihr Ziel ist es, gemeinsam mit ihren Kundinnen, deren Konsum zu analysieren und ihnen Marken zu empfehlen, die nachhaltiger sind als andere. Janine ist The Sustainable Stylist.

Janine Dudenhöffer Eine junge Frau mit dunklen Haaren und strahlendem Lächeln mit einem gelben Blazer über ihre Schulter
Fotocredit: Janine Dudenhöffer The Sustainable Stylist

1) Wie kam es zur Gründung von „The Sustainable Stylist“ und was möchtest du damit vermitteln?

Ich habe Textilmanagement studiert, jahrelang in Moderedaktionen von Verlagen wie Condé Nast, Axel Springer, Gruner + Jahr oder Burda gearbeitet. Dann mit dem ersten Kind Teil des Online-Magazins mummy-mag.de geworden. Der Fokus war zunächst ein anderer – ganz klar die Kinder. Zusammen mit Knesebeck habe ich das Buch “Der Mama Styleguide” veröffentlicht und mit weiteren Jobs wieder zurück zur Leidenschaft für Mode gefunden. Aber eben anders. Mit Sinnhaftigkeit und dem Gedanken: Welche Welt möchte ich meinen Kindern hinterlassen? Was möchte ich ihnen vorlegen?

Heute ist ​Kleidung für mich mehr als ein Instrument für persönliches Wachstum, sondern ein Mittel, um für Sinneswandel, für unterrepräsentierte Gruppen und für Gerechtigkeit einzutreten!

2) Wenn du einen Wunsch frei hättest, welcher wäre das?

Schluss mit Neid, Gier und Korruption – in meinen Augen die Wurzeln allen Übels!

3) Wie können wir in Zukunft unser Kaufverhalten ändern, ohne das wir den Spaß und die Freude an der Mode verlieren?

Jetzt stell dir mal vor, wir wären nicht mehr neidisch auf das, was andere haben, sondern zufrieden. Zufrieden mit dem, was wir besitzen.
Dann wären unsere Schränke nicht mit Kleidern vollgestopft, von denen wir 30% – 40% selten oder nie tragen! Wenn wir es schaffen, den Kaufimpuls auf etwas anderes zu lenken. Nämlich A) auf das Ausprobieren von Kombinationen aus Kleidungsstücken, die wir bereits besitzen und B) aufs Nachfragen bei den Labels nach Produktionsbedingungen, fairen Löhnen und umweltschonender Verarbeitung, dann können wir etliche Ressourcen einsparen und trotzdem Freude an Mode haben.

Ich denke Modekonsum anders, ich rufe zum Aktivieren oder Weitergeben des Vorhandenen auf und begleite mein Wirken auf Instagram.
Ich möchte, dass wie Menschen Verzicht als Gewinn betrachten. Weil wir durch Verzicht auf Zuviel so Fundamentales wie Bio-Diversität erhalten können!

Janine Dudenhöffer Eine junge Frau mit dunklen Haaren und strahlendem Lächeln mit einem gelben Blazer über ihre Schulter
Fotocredit: Janine Dudenhöffer The Sustainable Stylist

Ganz lieben Dank dir, liebe Janine für die Antworten meines kleinen Interviews. Janine Dudenhöffer, 40, Sustainable Stylist, Berlin

Und wenn du in Berlin und Umgebung wohnst und du dir schon länger über einen nachhaltigen Kleiderschrankcheck Gedanken gemacht hast, dann melde dich gern bei Janine.

Ich empfehle sie dir von Herzen,
deine Bianca

2 Responses

  1. Liebe Bianca, (sollte dieser Kommentar doppelt sein, sorry- der PC)
    ein sehr schöner und Augen öffnender Artikel.
    Ich kaufe weniger, auch wenn mich das Problem nichts im Schrank zu haben trotzdem manchmal ereilt ;). Aber ein Trend ist für mich nur ein Trend, wenn er länger bleibeen darf bei mir.
    Alles Liebe
    Nicole

  2. Ich glaube mit Corona haben doch schon einige umgedacht. Ich auf alle Fälle. So gut wie nichts gekauft und lieber mal durchgeforstet.
    Und tatsächlich ist man dann auch wie befreit.
    Ein schöner und wichtiger Artikel!

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