Sympathisch wirkt der, der nicht jammert

Sympathisch

Gefühle motivieren – Hoffnung stimuliert

Letzte Jahr im Oktober durfte ich auf dem W&V Women Business Summit mit der Cosmopolitan als Partner, über mein Thema – Dress for Success: Wie der Kleidungsstil den Erfolg beeinflussen kann,
zu 130 wundervollen und erfolgreichen Damen sprechen. An diesem Tag durfte ich aber auch selber einigen Referentinnen und Referenten lauschen – unter anderem der wunderbaren Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry,
Dekanin des Fachbereichs Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Philosophie und Psychologie an der Universität Trier.

Es war ein wirklich außerordentlich spannender und lebhafter Vortrag mit dem Titel „It’s a wonderful, wonderful life: Wie und warum wir leistungsstark und glücklich sind“.

Was trägt denn zum glücklich sein bei? Und können wir das erlernen. Dazu gibt es ein sehr spannendes Interview von Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry.

Mir persönlich ist es ein sehr wichtiges Anliegen – woher bekomme ICH denn täglich meine Inspirations– und Motivationsquelle her. Und wieso kann ich so leidenschaftlich an Dinge herangehen
und bin schnell gefesselt von den verschiedensten Themen. Es heißt ja, dass leidenschaftliche Menschen wiederum leidenschaftliche Menschen anziehen und sich gegenseitig motivieren und inspirieren.
Andere sagen, das es ein Stück auch vererbt ist – in der Tat trifft das bei mir auch zu. Ich hatte zum Glück einen Vater, der wirklich immer eher lächelnd und positiv durchs Leben ging und mir sehr viel mitgegeben hat.
Das nennt man dann energetisierende Menschen. Leider gibt es eben auch die de-energetisierenden Menschen, die wiederum unsere Kraft und unser Wohlbefinden doch immer wieder zum Frühstück „fressen“.

Während meines Tages passieren so viele Dinge, dass mir manchmal gar keine Zeit bleibt, um richtig Luft zu holen, geschweige denn über mein persönliches Glück nachzudenken. Ich kann für mich nur sagen,
dass meine Mundwinkel doch immer eher nach oben gehen und ich viel häufiger lache, als das ich weine und das ist gut so. In der Glücksforschung ist es genauso wie in der Wissenschaft – es gibt Dinge
die man verstärkt macht, um glücklicher zu werden und dann wiederum welche die man am besten lässt. Meine sehr gute Freundin meinte letztens zu mir, dass ich die ganze Welt nur mit Liebe regieren würde…
Es wäre doch um so vieles besser und schöner, wenn die Liebe herrschen würde.

Täglich tun wir Dinge die wir meistens gar nicht mehr bewußt mitbekommen – sie laufen häufig automatisch ab und darüber hinaus vergessen wir Achtsamkeit und Aufmerksamkeit.

Nehmen wir mal kritisch unsere Angewohnheiten unter die Lupe. Vielleicht lohnt es sich etwas wegzulassen.

 

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1. UNTERBRECHEN macht nicht sympathisch

Bei vielen Dialogen kommt es zu Ungeduld – und was passiert – wir unterbrechen dauernd unseren Gesprächspartner, weil wir doch auch so viel wichtiges loswerden möchten. Oder wir haben vielleicht
gar kein Interesse die Meinung des Gegenübers zu hören. Das kann auch fehlender Respekt gegenüber seinem Gesprächspartner sein. Zuhören ist eine große Tugend. Aufmerksames zuhören – bedeutet nicht nur warten bis man
selber wieder an der Reihe ist. Es heißt zu verstehen, was möchte mir mein Gesprächspartner sagen. Natürlich ist es nicht nur der mangelnde Respekt des einen oder Anderen… Ich muss gestehen, mir geht es auch des öfteren, das ich
unterbreche, aber nur weil das gemeinsame Thema so spannend ist und wir zwei so viel wie möglich uns erzählen wollen, aber ich bessere mich. Ich fühle mich ja auch durch gehört zu werden als wertgeschätzter.

 

2. VORWERFEN macht nicht sympathisch

Menschen können viel falsch machen – die meisten lernen aus ihren Fehlern die anderen tun mir leid, da sie stetig die selben machen. Ich habe das Gefühl, dass wir Menschen viel zu schnell verurteilen, beschuldigen oder
Vorwürfe machen. In meinem bisherigen Leben ist mir viel auf meinem Weg passiert und ich habe jede Menge Menschen kennengelernt und ich habe dazugelernt. Ich kann heute sagen, dass ich doch vieles souveräner jetzt sehe und
handle und versuche die Menschen / Freunde / Bekannte / Familie zu verstehen – WARUM sie das machen, was sie machen. Ich hinterfrage viel.

Hand aufs Herz – wie schnell verurteilen Sie?

Versuchen wir gemeinsam, wenn jemand ein Fehler macht, diesen als Chance zu nutzen und zu verstehen und zu vergeben und evtl. gemeinsam eine Lösung zu finden. Bieten wir statt dessen unsere Hilfe an,
denn mit anderen Menschen auszukommen und sich weniger vorzuwerfen, macht uns doch alle glücklicher.

 

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3. KONTROLLIEREN macht nicht sympathisch

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser – Wer von Ihnen kennt diesen Spruch. Natürlich ist da etwas Wahres dran und auch empfehlenswert, aber zu viel Kontrolle kann auch Gift sein. Wir können nicht alles kontrollieren – vieles
liegt außerhalb unseres Einflussbereiches und wir müssen lernen loszulassen. Es verschafft Vertrauen – auch wenn Fehler passieren oder nicht alles unseren Vorstellungen entspricht und abläuft, verschafft uns Loslassen den notwendigen
Freiraum zum Lernen. Wenn wir nicht alles penibelste kontrollieren, haben wir Zeit uns um andere Dinge zu kümmern und unsere Konzentration und Energie darauf zu legen.

 

4. KRITISIEREN macht nicht sympathisch

Konstruktive Kritik ist wichtig und fördert die Entwicklung. Wir alle sind so verschieden und individuell. Gerade das ist ja so interessant. Jeder hat seine Einzigartigkeit und ist nicht schlechter oder
besser. Das macht das Leben mit uns allen darin doch so abwechslungsreich. Doch des öfteren kommt es vor, dass wir uns hinreissen lassen über jemanden schnell zu urteilen oder das Verhalten von Freunden und Bekannten
zu bewerten – irgendwie meinen wir überall etwas meckern zu wollen. Wenn wir unser Umfeld in einem besseren Licht sehen und die Unterschiede eines jeden Einzelnen annehmen, werden wir doch alle ein wenig glücklicher sein.

 

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5. KLAMMERN macht nicht sympathisch

Räumen wir uns eigene Freiräume ein – Loslassen macht Glücklicher als sich an etwas oder jemanden zu klammern. Wir meinen wir benötigen es oder ihn/sie, aber macht uns das wirklich
glücklich? Oder steigert es nicht die Angst vor Verlust. Wenn wir klammern sind wir nicht frei und können uns nicht auf unsere eigenen Projekte – auf unser eigenes Leben konzentrieren.
Geben wir der Harmonie nicht die höchste Priorität und permanentes „Gefallenwollen“ macht uns auf Dauer nicht glücklich.

6. BEFÜRCHTEN macht nicht sympathisch

Natürlich ist es angenehmer sich mit Dingen zu umgeben oder Dinge zu tun die einem nicht die Luft abschnüren. Sicherheit geben. Altgewohntes. Aber ist es nicht auch spannend mal unsere Komfortzone zu verlassen, um
Entwicklungssprünge zu machen. Danach voller Stolz sein und Glück. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass diese Sprünge gut tun. Es gehört viel Mut dazu, aber auch der Wille es zu wollen und auch zu schaffen. Ich muss niemanden
etwas beweisen, aber es fühlt sich sehr gut an. Ich stelle mir immer vor – die anderen kochen auch nur mit Wasser, und sie versprechen sich bestimmt auch mal – jeder ist so wie er ist am besten. Haben wir Vertrauen in uns. Und wenn wir uns mal
versprechen, oder mal den roten Faden verloren haben in einer Präsentation, wird uns keiner den Kopf abhauen – das ist nur menschlich. Ich glaube, wir haben deshalb so viel Angst, weil wir jedem gefallen wollen – wir wollen alles perfekt machen,
aber was ist schon perfekt. Wer hat die Befugnis zu beurteilen, was perfekt ist. Traut euch und nutzt die Zeit und euer Können. Am Ende könnt ihr die Menschen um euch herum motivieren und inspirieren.

 

7. SELBSTZWEIFEL macht nicht sympathisch

Selbstzweifel kennt jeder von uns und sie können alles kaputt machen. Sie sabotieren unseren Erfolg und unser Glück. Eine gewisse Unsicherheit ab und an ist völlig normal, aber wenn daraus chronisches
selbstzweifeln entsteht, kann es uns lähmen. Wen es betrifft, fehlt das Wohlwollen sich selbst gegenüber. Eine permanente Selbstentwertung im Zusammenhang mit
Unterstellungen: „Ich kann das sowieso nicht“ – „Ich bin viel zu blöd dazu“ – „Das wird sowieso wieder nichts“. Viele Menschen die so denken, laufen anderen Meinungen hinterher. Ihnen ist es so viel wichtiger, was andere sagen,
als sie selbst von sich meinen. Diese Challenge können sie nicht gewinnen.
Mein Vater sagte immer – „Der Glaube versetzt Berge“ und so halte ich mich auch daran und finde immer einen Weg!
Akzeptieren sie sich wie sie sind und haben sie Respekt sich selbst gegenüber – auch Achtsamkeit genannt.

 

8. HADERN mit der Vergangenheit macht nicht sympathisch

Hier reicht nur eins zu sagen – was geschehen ist, ist geschehen. Wir können die Zeit nicht mehr zurück drehen. Wir können aber die Vergangenheit nutzen, um die Zukunft neu und positiv zu
entwickeln. Wir können aus allem Lernen und aus dem Vergangenen Kraft ziehen. Wir haben nur ein Leben – vergeuden wir es nicht mit schlechten Gedanken, das macht uns nicht glücklich.

 

9. BEKLAGEN macht nicht sympathisch

„Was ist schärfer als das Schwert? Die Zunge!“ (…aus Arabien) Unsere Worte üben Macht aus – insbesondere auf uns selbst.
Aber noch schärfer sind unsere GEDANKEN!  Wir mögen es nicht glauben, aber sie sind mächtiger.
„Alles, was in Ihr Leben kommt, ziehen Sie selbst in Ihr Leben herein. Es wird zu Ihnen gezogen aufgrund der Bilder, in denen Sie denken.
Es ist, was Sie denken. Was immer in Ihrem denkenden Geist vorgeht, ziehen Sie zu sich heran.“ (Bob Proctor)

„Jeder Ihrer Gedanken ist etwas Reales – eine Kraft“ (Prentice Multford)

Wir meinen wir haben genug Gründe, warum wir uns beschweren oder auch lästern. Oft geht es uns dabei aber nur kurzfristig dabei gut, denn längerfristig macht es uns nicht glücklich. Ich kann von mir behaupten,
dass ich mich sehr selten beklage. Ich sehe vieles erst einmal positiv und vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass ich an das Schicksal glaube. Denn ich wäre nicht hier wo ich jetzt bin, wenn ich nicht viele Stufen in meinem
Leben durchlaufen wäre, wo es mal nicht so schön war. Ich glaube daran, dass alles einen Sinn hat, warum etwas passiert. Ich kann hier nur für mich sprechen, aber Lösungsorientierter handeln ist besser als immer nur den „Schuldigen“ zu suchen.

Einen Monat lang am Stück ohne Klagen – nehmen Sie die Challenge mit sich auf. Sie werden nicht glauben wie glücklich dich es macht.

 

Sympathisch

 

Fotos: @Johanna Link

Styling: @Kirsten Wortmann

Shooting für @DONNA

2 thoughts on “Sympathisch wirkt der, der nicht jammert”

  1. Tina sagt:

    Traumhafte Fotos :)

    1. bianca sagt:

      Danke Dir liebe Tina…das hört man gern.

      Alles Liebe
      Bianca

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